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Schlagwort: Windindustrie

Windkraft – cui bono?

Windkraft – cui bono?

Der folgende Text wurde von mir verfasst und (in leider gekürzter Form) als Leserbrief in den Ruhr-Nachrichten für Ascheberg vom 06.08.2016 veröffentlich:

Wem nützt die Windkraft, wie sie von unserer Gemeindevertretung herbeigesehnt wird? Den Anwohnern mit Sicherheit nicht, die dauerhaft durch Emissionen im hörbaren und im potentiell gesundheitsgefährdenden Infraschall-Bereich sowie durch vorgeschrieben-hinnehmbare Belästigungen, wie Schattenwurf, belästigt werden.

10 Fernsehtürme in der Nachbarschaft?

Vielleicht machen sich ja auch viele kein Bild von dem, was dort auf unserem Gemeindegebiet gebaut werden soll: Mit der heilen, ökologisch-korrekten Welt von ruhig im Wind drehenden Windmühlen hat das wenig zu tun. Es sind industrielle Windkraftanlagen mit einer Höhe von 200m – diese abstrakte Zahl wird deutlicher, wenn man einen Vergleich mit dem Dortmunder Fernsehturm macht. Dieser Riese hat -bis auf wenige Meter- die gleiche Höhe. Die Kirchen in unserem Gemeindegebiet zum Beispiel müsste man schon drei oder vier Mal übereinanderstapeln, um auf die Höhe dieser Windriesen zu kommen.

Vor diesem Bild ist es nahezu lächerlich und zynisch, einen Abstand von 450m zur Wohnbebauung als ausreichend anzunehmen. Stellen Sie sich einfach mal in dieser Entfernung zum Fernsehturm auf. Stellen Sie sich dann vor, dass Sie, Ihre Kinder, Ihr Haus von bis zu 10 dieser lauten Riesen umrahmt sind. Eine schöne, ökologisch korrekte Vorstellung für Sie? Warum gibt es einen Mindestabstand von mindestens 2000m zur Wohnbebauung in anderen (Bundes-)Ländern? Warum gibt die WHO, als weltmedizinische Instanz, die gleiche Empfehlung? Wieso ist unserer Gemeinde und unserem Bundesland diese Tatsache egal?

Natürlich muss Energie erzeugt werden – aber dort, wo es Sinn macht! Wo der Wind die notwendige Stärke hat, wo nicht eine dezentrale Wohnbebauung über Jahrhunderte gewachsen ist, wo keine Anwohner in ihrer Gesundheit massiv gefährdet werden. Dort, wo sich die Anlagen auch wirtschaftlich selbständig tragen können und nicht durch subventionsähnliche Zuschüsse von der Allgemeinheit finanziert.

Also: Cui bono?

Wem nützt die Windkraft? Mit Sicherheit nur Wenigen – den Grundbesitzern, der industriellen Windindustrie, der Gemeinde. Vielen Anwohnern und Mitbürgern in Ascheberg und Herbern wird aber die Umwelt, wie sie sie kennen auf lange Sicht zerstört – und ebenso wird die lokale Fauna leiden. Das Geld scheint hierbei an erster Stelle zu stehen – nicht altruistische oder ökologische Gründe.

Willkommen zum Blog: Windkraft in Ascheberg und im Münsterland

Willkommen zum Blog: Windkraft in Ascheberg und im Münsterland

Herzlich Willkommen zu meinem neuen Blog ‚Windriesen Ascheberg‘ – eine Webseite gegen die industrielle Windkraft in Ascheberg und im Münsterland.

Wer ist der Autor?

Mein Name ist Thomas Schäper und als Anwohner von geplanten Windkraftstandorten in Ascheberg direkt betroffen von Anlagen, die jedes Maß an gesundem Menschenverstand sprengen. Da ich einen kleinen, 4-jährigen Sohn habe, liegt mir dessen Gesundheit und sein Recht nicht neben einer Windindustrieanlage aufzuwachsen, besonders am Herzen.

Wie ist die Einstellung des Autors zur Windkraft?

Ich sehe Windkraft grundsätzlich als notwendigen Baustein zur Erreichung der definierten Klimaziele an. Leider führt die unstrukturierte Herangehensweise von Politik und Gesetzgebung zu Konflikten, die Menschen und Umwelt in nicht hinzunehmender Weise betreffen. Hier sollte das Wohl der Menschen und der Umwelt an erster Stelle stehen – keine finanziellen Interessen und Anreize, die eine industrielle Art der Windkraftnutzung im Blick hat.

Ich befürworte Windkraft, wenn

  • die Abstände von Windenergieanlagen zur Menschen und Bebauung stimmt;
  • Windenergieanlagen dort errichtet werden, wo sie ohne Subventionierung rentabel zu betreiben sind;
  • keine schützenswerte Natur zerstört wird durch Maßnahmen, die die Natur eigentlich schützen sollten;
  • der Ausbau der regenerativen Energie (Windenergie und Photovoltaik) so geschieht, dass die Infrastruktur in gleicher Weise ausgebaut wird und verlässliche Alternativressourcen / Speicher für wind- und/oder sonnenarme Tage geschaffen werden.

Was wird dieser Blog thematisieren?

Ich werde folgende Themen – insbesondere mit Augenmerk auf die Gemeinde Ascheberg und das Münsterland – aufgreifen:

  • Aktuelle Planungen der Gemeinde Ascheberg und anderer münsterländer Gemeinden
  • Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Menschen und Umwelt
  • Ausbaugebiete, Flächennutzungspläne, Höhenbegrenzungen etc.
  • Technische Aspekte wie Schallemissionen, Infraschall, Windkarten u.a.

Wie kann der Leser (also Sie!) mithelfen?

Ein Gegenwind zur industriellen Windindustrie, zu Gemeindevertretungen und Grundbesitzer ist nicht trivial, da diese über große finanzielle Mittel und/oder eine Machtposition verfügen. Der Autor ist aus diesem Grund für jede Unterstützung dankbar. Wer also jegliche Art von Informationen hat, gerne Texte schreibt und veröffentlicht, sich finanziell an Rechtskosten beteiligen oder in sonstiger Weise helfen kann, darf sich sehr gerne bei mir melden.

Sie erreichen mich direkt per E-Mail an info(at)windriesen-ascheberg.de.